Jesus betet.
In diesem längsten Gebet,
das wir von ihm kennen,
zeigt sich seine ganze Größe
und seine Herrlichkeit.

Alles, was mein ist, ist dein,
und alles, was dein ist, ist mein.
Doch sogleich weitet sich
der Blick des Betenden:
in ihnen bin ich verherrlicht.

Jesus erweist sich
in dieser doppelten Nähe,
zum Vater und den Menschen,
als der wahre Mittler:
wahrhaft Gott und wahrhaft Mensch.

Jesus ist der Betende,
zu dem wir vertrauensvoll
beten dürfen: Durch ihn beten wir
in der Gemeinschaft des Geistes
zum Vater.

Dorothee Sandherr-Klemp (zu Joh 17,1-11a)
aus: Magnificat. Das Stundenbuch, 05/2020, Verlag Butzon & Bercker, Kevelaer; www.magnificat.de In: Pfarrbriefservice.de