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Qal wa-chomer ist althebräisch
und heißt: vom Leichten zum Schweren
– ein klassisches Argumentationsmuster.

Jesus setzt es im Gleichnis ein,
um uns begreiflich zu machen,
wer Gott ist:

Einer bittet nachts um Brot,
nicht für sich –
für einen anderen.

Der, der geweckt wird,
hangelt sich über die schlafenden Kinder,
steigt herab, sucht das Brot, gibt es.
– Wenn dieser schon Brot gibt,
wie viel mehr dann jene,
deren Kinder um einen Fisch, ein Ei bitten!

So handeln schon Durchschnittseltern, sagt Jesus.
Wie dann erst Gott, wenn seine Kinder zu ihm rufen:
Gib uns täglich Brot.
Erlass uns, was wir schuldig geblieben,
und stärke uns in der Versuchung.

Qal wa-chomer:
wenn schon ihr
gebt und schenkt,
um wie viel mehr dann Gott!
– Welch eine Verheißung.

 

Dorothee Sandherr-Klemp (zu Lk 11,1-13)
aus: Magnificat. Das Stundenbuch 07/2022, Verlag Butzon & Bercker, Kevelaer; www.magnificat.de
In: Pfarrbriefservice.de